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Kulturelles übers das Didgeridoo
Das Didgeridoo stammt ursprünglich aus dem Norden von Australien. Genauer gesagt aus Nord-Arnhemland. Erst später, als die ersten Europäer Interesse zeigten am Didgeridoo, verbreitete es sich weiter südlich und ist nun über all anzutreffen. Als Hüter des Didgeridoos gilt der Clan "Galpu" vom Stamm der Yolngu, dessen Oberhaupt "Djalu Gurruwiwi" ist. Nach seinen Erzählungen bekam sein Volk vor Urzeiten durch einen Wettstreit das Recht, sich "Hüter des Didgeridoos" zu nennen. Näheres zu Djalu Gurruwiwi findet man auf seiner Internetseite www.djalu.com. Hier kan man mit viel Glück auch eines seiner Yidakis kaufen.

Während es im Norden noch immer hauptsächlich traditionellen Zwecken dient, wird es mehr im Osten und Süden hauptsächlich für den Export gefertigt.
So ändert sich dann auch das Aussehen des Yidakis und kann auch in der Länge sehr variieren.
Im Nord-Osten (Queensland) ist es meist länger (160 cm bis über 200 cm) und wird kürzer, je weiter es nach Westen und Süden geht. Die Bemalung, ursprünglich nicht das bekannte Dot-Painting, sondern die Schraffur, wurde angepasst und enthält keine geheime Zeichen. Viel mehr wurden diese Zeichen abgewandelt. Dot-Paintings scheinen den Touristen mehr zu gefallen und so sieht man auf den "Emu-Lockflöten" ,wie Touristen-Didgeridoos genannt werden, diese Bemalung.

Bei den Aboriginies dient das Didgeridoo nicht allein der Unterhaltung wie in der Neuen Welt. Vielmehr ist ist Ritualgegenstand zur Begleitung ihrer Tänze und laut manch Kundigem auch zur Heilung. Das allerdings wird nie bestätigt. Eine Wirkung auf den Menschen hat der Ton aber unbestritten, merken wir es doch immer wieder an uns selber: Töne und deren Schwingungen beeinflussen die Psyche des Menschen und indirekt auch die Physis.

Und bei der Tonhöhe wird auch noch unterschieden. Hohe Töne, E bis G, werden zu fröhlicheren Ereignissen verwendet, während die tieferen Töne (A bis D) bei traurigeren Anlässen verwendet werden.
Das Didgeridoo ist nicht das wichtigste an einer Zeremonie. Vielmehr sind es die Bemalung auf dem Instrument und der bestimmte Rhyhtmus. Und das Yidaki allein hat keine Macht, nur in Verbindung mit den Bilmas, den Klanghölzern, kann diese Macht entwickelt werden.

Didgeridoo-ähnliche Instrumente kommen nicht nur in der Kultur der australischen Ureinwohner vor. Auch in Afrika, Teilen Amerikas, Europa und Asien wurden und werden diese Windinstrumente gespielt. In Afrika werden die Töne allerdings mehr in Form eines Trompetentones erzeugt. In anderen Teilen der Welt wurde das Windinstrument auch aus Metall angefertigt. Dann kamen sie allerdings unter anderen Namen vor.

Nähere Informationen findet man in folgenden Büchern:
"Traumzeit - Das Geheimnis des Didgeridoos" und
"Das Didgeridoo Phänomen"
Beide aus dem Traumzeit-Verlag von David Lindner. Mehr Informationen zu den Bücher gebe ich Dir gerne per E-Mail.